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Bodenbelag

Bodenbeläge

Oftmals haben Balkone und Terrassen bzw. Dachterrassen, je nach Ausstattungsniveau der Wohnung bzw. des Hauses, bei Einzug nur eine Beton- oder Estrichoberfläche. Neben Möbeln und schönen Pflanzen ist auch der Bodenbelag entscheidend für den Wohlfühlfaktor. Zur Gestaltung Ihres Bodenbelages stehen die verschiedensten Materialien und Ausführungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ob Terrassenplatten aus Betonwerkstein, Holzdielenbeläge oder dekorative Kunststoffbeschichtungen, sie bieten für jedes Bauvorhaben den passenden Belag.

Betonwerksteinplatten  sind in der Regel ca. 4 bis 5 cm stark, wobei es aber auch ca. 2 cm starke Platten gibt, die zur Ausführung kommen, wenn es die Statik oder die bauliche Gegebenheit erfordert.
Die Verlegung dieser Platten erfolgt lose, in der Regel mit einer ca. 4 mm breiten Fuge, entweder auf einem punktweisen Plattenlager aus Mörtelsäckchen bzw. Kunststoff-Stelzlagern oder in einem vollflächigen feinen Splittbett.
Durch die Verwendung verschiedener Farben und Größen von Terrassenplatten ist hierbei besonders eine individuelle Gestaltung möglich.
Wir empfehlen die regelmäßige Anwendung einer Versiegelung oder Imprägnierung, womit nicht nur der werkseitige Oberflächenschutz nach dessen Abnutzung wieder hergestellt werden kann, auch die Schönheit der Stein- oder Plattenoberflächen kann über Jahre hinweg erhalten werden.
Bei den Oberflächenbehandlungen kommt es zu einer sichtbaren glänzenden Schicht und einer farbvertiefenden Wirkung, wodurch die Optik beeinflußt werden kann.
Um unerwünschte „Überraschungen“ zu vermeiden, sollte zuerst an einer kleinen, verdeckten Fläche das eingesetzte Mittel zur Versiegelung oder der Imprägnierung getestet werden.
Terrassenplatten verschmutzen mit der Zeit, wie alle im Außenbereich eingesetzten Materialien. Um dieses zu verringern, hilft eine regelmäßige Reinigung und Pflege.
Leichte Verschmutzungen lassen sich mit einer Bürste und etwas neutralem Seifenreiniger entfernen. Zur Entfernung von hartnäckigen oder speziellen Verschmutzungen, wie z. B. Öl, Wein, etc., sollte auf chemische Reinigungsmittel zurückgegriffen werden. Dabei sollte dann unbedingt darauf geachtet werden, die Wirkung auf der Oberfläche zunächst probeweise an einer verdeckten Stelle zu testen. Wir raten von der Verwendung eines Hochdruckreinigers ab, da durch den hohen Wasserdruck des Gerätes Schäden auf der Oberflächenstruktur verursacht werden können.
Da der Handel eine Vielzahl verschiedenster Mittel für die Versieglung, die Imprägnierung und die Reinigung anbietet, sind unbedingt die Verarbeitungshinweise des Herstellers mit den entsprechenden spezifischen Eigenschaften und Vor- und Nachteilen zu beachten.
Der Vorteile eines Betonwerksteinbelages liegen in seiner Langlebigkeit und seiner klaren Optik. Der Belag ist pflegeleicht und schnell trocknend.

Holzbeläge  bestehen aus Hart- und Weichhölzern. Sie werden in Dauerhaftigkeitsklassen unterschieden, die die Lebenserwartung unter gemäßigten Klimabedingungen einteilen. Diese reichen von Klasse 1 – sehr dauerhaft (Lebenserwartung rund 25 Jahre) – bis Klasse 5 – (Lebenserwartung bis ca. 5 Jahre) – nicht dauerhaft. Entscheidend für die Lebenserwartung, sind die Einbauumstände und die Schwankungen der natürlichen Eigenschaften. So können wir auch keine Gewährleistung übernehmen, für die effektive Lebensdauer der Hölzer.
Bangkirai, Ipê, Cumarú, Jatobá, Massaranduba, Robinie und Teak zählen zu den haltbarsten Holzarten und kommen aus den tropischen Wäldern der Welt.
Heimische Hölzer sind Douglasie, europäische Eiche, Kiefer, sibirische Lärche und wärmebehandeltes Thermoholz Esche oder Fichte. Eine Thermobehandlung des Holzes bewirkt, dass es dadurch widerstandsfähiger wird gegen Pilzbefall und weniger schwindet und quillt. Diese heimischen Hölzer sind nicht ganz so langlebig und haben eine Lebensdauer von ca. 10 bis 15 Jahren. Durch entsprechende Pflege mit Pflegeöl kann jedoch die Witterungsbeständigkeit erhöht werden.
Durch die vielfältige Herkunft der Hölzer sind die Oberflächen entsprechend unterschiedlich. Sie reichen von dezenter, astlochfreier Maserung bis hin zur rustikalen Optik, bei denen auch Farben von hell bis dunkel, von gelblich über rötlich bis hin zu olivfarben gegeben sind. Da es sich bei Holz um ein Naturprodukt handelt, kommt es bei den Eigenschaften der einzelnen Arten immer zu Toleranzen.
Durch die Weiterverarbeitung des Holzfachhandels, werden die Holzdielen in glatt gehobelter und mit grob oder fein gerillter Oberfläche hergestellt.
In der Regel werden die Holzdielen auf einer Holzunterkonstruktion aus kesseldruckimprägnierten Hölzern verlegt und mit Edelstahlschrauben verschraubt. Die Verlegung erfolgt mit ca. 4 mm Fuge, um das Arbeiten des Naturprodukts gewährleisten zu können. Eine Verlegung der Bodendielen direkt auf einem Erdreich bedarf einer genauen Auswahl des passenden Holztyps.
Wir verwenden Hölzer der Klasse 1 und 2, außer es ist ausdrücklich Ihr Wunsch, Hölzer anderer Klassen zu verwenden.
Holz im Außenbereich ist durch das wechselnde Wetter, der verschiedenen Jahreszeiten und den Umwelteinflüssen einer starken Belastung ausgesetzt. Daher wird generell empfohlen, zumindest ein farbloses Pflege-Öl mindestens alle zwei Jahre aufzubringen. Hier sollte kein beliebiges Öl verwendet werden, da solches das Holz nur fettig macht und dunkeln lässt. Außerdem besitzen normale Öle keinen Lichtschutzfaktor, entgegen der Öle aus dem Fachhandel. Ohne eine Behandlung neigt Holz, egal wie hochwertig es ist, durch die Verwitterung zu vergrauen. Ist diese Bildung der silbergrauen Patina unerwünscht, kann durch die Verwendung eines farbpigmentierten Pflege-Öls entgegengewirkt werden. Im Fachhandel ist die passende Holzschutzpflege für jede Holzart und Oberfläche erhältlich.
Zur Reinigung des Belags empfiehlt sich die Verwendung von grüner Seife.
Die Vorteile eines Holzbelages liegen in seiner Langlebigkeit und seiner schönen Optik. Der Belag ist pflegeleicht und schnell trocknend.

Kunststoffbeläge aus Wood-Plastic-Composite (WPC) und Bambus-Polymer-Composite (BPC) sind naturfaserverstärkte Kunststoffprodukte, die zu bestimmten Teilen aus Kunststoffen und aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.
WPC-Terrassendielen bestehen aus Holzmehl oder Holzfasern, die mit Kunststoffen gemischt und angereichert werden und vereinbaren so die Vorteile beider Materialien. In der Regel wird das Verbundmaterial aus ca. 60% Holz (in Form von Holzspänen und Sägemehl, aber auch Flachs oder Wiesengras) sowie aus ca. 40% Kunststoffpolymeren hergestellt. Durch den Kunststoff als Bindemittel wird das Material formstabil und rissfest. Für Schlag-und Bruchfestigkeit sorgt das Holz, ebenso für einen natürlichen Charakter. Diese vorteilhafte Verbindung ist witterungsbeständig, sorgt für hohe Pflegeleichtigkeit und erfordert weniger Wartung als Holz.
BPC-Terrassendielen ähneln den Dielen aus WPC, jedoch wird bei ihrer Herstellung kein Holz verwendet sondern Bambus. Bambus wächst schneller als Holz und ist daher, nicht nur für eine gute Ökobilanz, ideal zur Weiterverarbeitung geeignet. Die Dielen weisen eine natürliche Holzoptik auf und kommen durch die Verwendung von Bambus nah an das Erscheinungsbild von Echtholz heran und erhalten somit eine noch echtere Oberflächenoptik. In der Anwendung handelt es sich bei BPC um eine Alternative zu WPC, mit nahezu identischen Eigenschaften. Auch die Mischverhältnisse von Kunststoff und nachwachsendem Rohstoff sind vergleichbar.
Wood-Plastic-Composite (WPC) und Bambus-Polymer-Composite (BPC) sind eine umweltfreundliche Alternative zu den üblichen Harthölzern, mit vielen Vorteilen! Beide gelten als splitter-und rissfrei und werden auch die Barfußdielen genannt. Die Terrassendielen sind besonders langlebig und pflegeleicht und eine fast ebenso schöne Alternative zum Naturholz. Sie haben eine hohe Robustheit gegenüber von Pilzen und anderen Schädlingen. Durch den Einfluss von Niederschlag und UV-Strahlung verfärben sich reine Holzdielen relativ schnell nach dem Verlegen. Dies passiert bei WPC und BPC nicht. Zwar muss auch bei diesem Material im Laufe der Zeit mit einer Farbaufhellung gerechnet werden, jedoch ist diese längst nicht so stark wie bei Holz. Da die Terrassendielen aus WPC und BPC in einem technischen Prozess hergestellt werden, gibt es hier eine große Auswahl an Farben. Hinzu kommt, dass die Dielen in der Regel auf der Ober- und Unterseite mit unterschiedlich feinen Rillen ausgestattet sind, so kann je nach Geschmack eine feine oder grobe Profilierung gewählt werden. Ein weitrer Vorteil liegt auch bei der Herstellung aus recyclingfähigem Material, bei der die Regenwaldabholzung vermieden wird.
WPC- und BPC-Dielen sind pflegeleicht. Eine besondere Pflege wie Einölen ist nicht erforderlich.
Die Vorteile von Kunststoffdielen liegen in der Langelebigkeit und Robustheit, sie sindsplitter- und rissfrei und pflegeleicht.

Eine  Flüssig-Kunststoffbeschichtung  ist ein nahtloser Belag, der auch bei geringsten Aufbauhöhen zur Ausführung kommen kann und durch sein leichtes Flächengewicht Überlastungen der Statik vermeidet. Der Werkstoff besteht aus einem einkomponentigen Polyurethankunststoff, der dampfdiffusionsoffen und hochelastisch ist und eine hohe Dauerflexibilität hat. Er ist witterungs- und alterungsbeständig und versprödet auch nicht bei Alterung und tiefen Temperaturen.
Die Verarbeitung des Belages erfolgt kalt mit der Lammfellrolle oder der Zahnkelle und erfordert keine Verschweißung mittels einer offenen Flamme. Mit diesem Belag sind noch so komplizierte Details ausführbar und die Verarbeitung ist auf fast allen Untergründen möglich.
Die optische Gestaltung des Belages erfolgt durch das vollflächige oder partielle Einstreuen von farbigen Kunststoffchips, was eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnet, um optisch ansprechende, dekorative Oberflächen herzustellen. Abschließend erfolgt eine transparente Versiegelung in glatter oder rutschhemmender Ausführung.
An der versiegelten Oberfläche können dauerhafte Verfärbungen durch grobe Verschmutzungen wie Rotwein, Blütenblätter oder Metalloxide entstehen, beeinträchtigen jedoch nicht die Schutzfunktion der Beschichtung, sollten aber aus optischen Gründen vermieden werden.
Ferner sollten in regelmäßigen Abständen Gummimaterialien, Schirmständer und Pflanzkübel umgestellt werden, um eine dauerhafte Farbveränderung an der Oberfläche zu vermeiden.
Um den Belag dauerhaft und langzeitlich zu erhalten, sollte eine regelmäßige Reinigung erfolgen. Hierzu eignet sich ein handelsüblicher Neutralreiniger.
Bei der Reinigung der Oberfläche sind grundsätzlich ätzende Reiniger, hochkonzentrierte lösungsmittelhaltige Reiniger, Desinfektionsmittel, sowie der Einsatz mechanischer Maschinen, der Drahtbürste, Schmirgelstoffen und Schabern zu vermeiden.
Die Vorteile eines Kunststoffbelages liegen in seiner Langlebigkeit, seinem leichten Flächengewicht und seiner dekorativen Optik. Der Belag ist sehr pflegeleicht.

Lassen Sie sich von uns ausführlich und fachkundig beraten und wir werden gemeinsam, mit Ihnen, den passenden Bodenbelag finden.